Weltachse

Der heilige Pfahl der Achilpa

Vielleicht erinnert sich die eine oder der andere an die Totempfähle der Indianer.

Totempfahl

Bei den australischen Aborigines gibt es Vergleichbares, dessen Bedeutung Mircea Eliade erforscht hat. Als ich das zum ersten Mal las, begriff ich symbolisch, was die Welt im Innersten zusammenhält – eine heilige Achse natürlich!

„Nach der Überlieferung der Achilpa, eines Arunta-Stammes, hat das göttliche Wesen Numbakula in mythischer Zeit ihr Gebiet `kosmiert´, ihren Stammvater erschaffen und ihre Einrichtungen gestiftet. Aus dem Stamm eines Gummibaums hat Numbakula den heiligen Pfahl (kauwa-auwa) gefertigt; er hat ihn mit Blut gesalbt und ist an ihm hinaufgeklettert und im Himmel verschwunden. Dieser Pfosten stellt eine Weltachse dar, denn um ihn herum wird das Land bewohnbar, verwandelt sich also in `Welt´.“ (Mircea Eliade, Heiliges und Profanes)

DIE WELT – GRIECHISCH: DER KOSMOS – DREHT SICH WIE EIN RAD UM IHRE HEILIGE MITTE, DIE WIE EINE ACHSE SENKRECHT ZU IHR STEHT UND OBEN UND UNTEN VERBINDET, DEN HIMMEL ÖFFNET UND DIE HÖLLE VERSIEGELT.

Hier das Beispiel eines alten Kupferstiches: So wurden im Mittelalter die Städte gebaut!