Ludwig-Harms-Symposion

Ludwig-Harms-Symposien:

LH 3 (Pellens 3)
Louis Harms, Gründer der Hermannsburger Mission

Das Hermannsburger Missionswerk veranstaltete – nach seinem Gründer benannt – Ludwig-Harms-Symposien, in denen die Geschichte und ihre Wirkung bis in die Gegenwart hinein erforscht wurde. Als erster Vorsitzender des Kuratoriums habe ich mehrere Schriften herausgegeben.

  1. Eschatologie und Gemeindeaufbau

Eschatologie05

Ludwig-Harms-Haus-Verlag, Hermannsburg 2004

ISBN 3-937301-28-3

Aus dem Inhalt:

Erweckung, Mission und Gemeindeaufbau bilden ein Dreigestirn über dem Horizhont der Eschatologie, der den Aufbruch der Herzen in die Weite der Welt umspannt. Die Erkenntnis der Liebe Gottes,wie sie Ludwig Harms zuteil wurde, zieht bis heute weite Kreise!

Das gilt geografisch, denn die von ihm begründete Hermannsburger Mission geht „bis an die Enden der Welt“ hinaus. Und es gilt auch historisch, denn sein Impuls wirkt nun seit mehr als 150 Jahren. Im Aufbruch gab es wenig wissenschaftliches Fragen und Forschen. Dazu war das Leben z voll und zu prall. Doch uns Nachgeborenen heute ist es aufgegeben, dem Geheimnis de göttlichen Impulses nachzugehen.

Die hier gesammelten Beiträge aus diesen Symposien betrachten die Hermannsburger Mission aus der Perspektive bedeutender Persönlichkeiten wie Friedrich Lücke, Adolf Petri, Philipp Spitta, Karl Graul, Wilhelm Löhe und August Mylius.

EschatologieGemeindeaufbau (2)

———–

Die Hermannsburger Mission und das „Dritte Reich“

DrittesReich06

Die Hermannsburger Mission und das „Dritte Reich“ – Zwischen faschistischer Verführung und lutherischer Beharrlichkeit.

Litverlag Münster 2005; ISBN 3-8258-8972-6 

 

Konservativer Nationalismus machte die Hermannsburger Mission vor allem anfangs anfällig für die nationalsozialistische Ideologie.

Doch angesichts von Plänen zur Vereinnahmung der Mission durch die Reichskirche erweist sie sich mehr und mehr als ideologieresistent – dank ihrer lutherischen Beharrlichkeit (perseverantia).

Die Aufarbeitung des Falles Hermann Bahlburg zeigt, wie seine verschnelle Verurteilung als Nazi einer wissenschaftlich differenzierten Betrachtung nicht standhält.

Kurz: eine gelungen lokalgeschichtliche Aufarbeitung als Vortragssammlung des 13. Ludwig-Harms- Symposions.

Leseprobe

DrittesReichEinleitungGG2015

 

——————–

Der Weg einer heilsamen Erinnerung – Hermanns Bahlburg 1892-1962, Zwischen Missionsdienst und Predigtverbot

(Hg.) Georg Gremels

Bahlburg08a

Ludwig-Harms-Haus-Verlag 2008, ISBN 978-3-937301-50-1

Aus dem Inhalt:

„Der Weg einer heilsamen Erinnerung …“ greift die Geschichte von Hermanns Bahlburg (1892-1962) auf: Nach seinem Studium am Missionsseminar arbeitete er seit 1921 in der neu belebten Heimatmission. Doch sein Drängen und seine Ausreise wurde ein alter Traum der Hermannsburger Mission 1927 wahr: der Beginn der Arbeit in Äthiopien!

Der zweite Weltkrieg führte zu einer siebenjährigen Internierung Bahlburgs durch die Engländer in Ostafrika. Erst im Frühjahr 1948 konnte er zu seiner Familie und seiner Mission in Deutschland zurückkehren.

Danach überstürzten sich die Ereignisse und es kam zu einem von keiner Seite gewollten, jähen Bruch. Die Sorge um mögliche Reaktionen der englischen Besatzungsmacht führten zu einem Predigtverbot. Das wiederum hatte sein Ausscheiden aus dem denkst der von ihm so geschätzten Mission zur Folge.

„Der Weg einer Heilsamen Erinnerung …“ beschreibt die Abmilderung und Aufhebung des Predigtverbots in den fünfziger und sechziger Jahren des 20. Jahrhunderts. Er dokumentiert die zwei Stationen der Versöhnung 1996 und 2007 zwischen der Familie und der Hermannsburger Mission. Hermann Bahlburg wurde posthum am 19. September 2007 durch den Missionsausschuss uneingeschränkt rehabilitiert.

„Der Weg einer heilsamen Erinnerung …“ nimmt Freunde der Mission und Interessierte Lese in diesen Versöhnungsprozess hinein. Er will ins Bewusstsein rufen, dass in den Spannungsfeldern kirchlicher Arbeit eine beharrlichen Kommunikation nach wie vor das Gebot der Stunde ist.